Wechseljahre

Frauen müssen in den Wechsejahren nicht leiden

Hormone und Krebs

Frauen können in den Wechseljahren unter Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, erhöhte Reizbarkeit und aggressive aber auch unter depressiven Verstimmungen in unterschiedlichem Ausmass, leiden. Auch nachlassende Konzentrations- und Merkfähigkeit sowie ein Nachlassen ihrer körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit können vorkommen.

Die Diskussion um die krebsogene Wirkung der Hormonersatztherapie  hat zu einer Verunsicherung der Frauen in den Wechseljahren geführt. Der Zusammenhang zwischen weiblichen Hormonen (Östrogen und Progesteron) sind bekannt. Wenn es auch zum Teil wiedersprüchlich diskutiert wird, kann  die Hormonersatztherapie in den Wechseljahren zu einer Erhöhung des Krebsisikos führen. Das Risiko betrifft den Brustkrebs, den Gebärmutterkrebs und den Eierstockkrebs.
 
Dennoch kann unter ärztlicher Aufsicht bei Patientinnen mit starken Wechselbeschwerden eine Hormonersatztherapie bei vielen Frauen durchgeführt werden.
 
Neben mammographischen Kontrollen für die Früherkennung des Brustkrebses , die unter  Hormonersatztherapie alle 6 monate durchgeführt werden sollten, kann durch engmaschige Ultraschallkontrollen sowohl der Gebärmutter als auch der Eierstockkrebs rechtzeitig diagnostiziert werden. Es stehen mehrere Therapieformen zur Verfügung. Bei einer Kombinationstherapie mit Östrogen plus Gestagen ist das Karzinomrisiko hinsichtlich des Eierstockrebses und des Gebärmutterkrebses nicht erhöht. Zumal steigt das Risiko erst nach 10 jähriger Verwendung der Hormonersatztherapie an. Das Brustkarzinomrisiko steigt erst nach 5-jähriger Verwendung an. Da die Wechselbeschwerden in der Regel nicht über so einen langen Zeitraum anhalten, spricht in der beschwerdereichen Anfangsphase der Wechseljahre nichts gegen die Anwendung einer Hormonersatztherapie.
Frauen, die wegen eines Gebärmutterkörperkarzinoms operiert worden sind, können auch weiterhin eine HET durchführen, denn mehrere wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass dadurch das Rezidivrisiko nicht erhöht wird. Im Gegenteil: es scheint, dass die HET sogar einen positiven Effekt auf das Rezidivrisiko ausübt.