Myome

Was sind Myome ?

Myome sind gutartige Muskelknoten, die in der Muskulatur der Gebärmutter entstehen. Sie sind gutartige Geschwülste. Viele Frauen haben kleine Myome, die meist nur durch Zufall bei der gynäkologischen Untersuchung festgestellt werden. Das Risiko, dass aus Myomen Krebs entsteht ist sehr gering. Wenn Myome sehr groß werden oder ständig anwachsen, verursachen Sie Beschwerden wie:

  • zu starke Regelblutung
  • Zwischenblutungen
  • Druckgefühl im Unterbrauch

Wodurch entsteht ein Myom?

Myome entstehen durch einen Anstieg von Östrogenen. Sie bilden sich während der Wechseljahre wieder zurück.

Besteht Krebsgefahr?

Die Wahrscheinlichkeit ist gering. Trotzdem sind Kontrollen notwendig. Der Frauenarzt muss die Knoten in regelmäßigen Abständen im Ultraschall beobachten und vermessen, um sie von bösartigen Tumoren, die schneller wachsen und anders geformt sind, zu unterscheiden.

Diagnostik

Der Befund wird durch die gynäkologische Untersuchung erhoben. Verstärkte Regelblutungen mit Anämie, Zwischenblutungen, Völlegefühl, Druck auf Blase oder Darm, manchmal auch Schmerzen führen die Frauen zum Arzt. Art und Umfang der Beschwerden werden von der Größe und der Wachstumsrichtung des Myoms bestimmt. Oft sind die Frauen auch beschwerdefrei. Insofern sind zusätzliche Untersuchungen nicht notwendig. Die Größe des Myoms wird sonografisch gemessen.

Behandlung

Es gibt verschiedene Arten der Therapie von Myomen, die je nach den Beschwerden, die die Myome verursachen, ausgewählt werden. Bei Myomen, die keine Beschwerde verursachen, ist keine Therapie notwendig. Kommt es allerdings zu einem schnellen Wachstum und zu Beschwerden, dann gibt es in Abhängigkeit vom Alter der Frau, von der Größe und der Lage der Geschwülste unterschiedliche Therapiemöglichkeiten.

Hormonbehandlung

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit besteht darin, Frauen durch bestimmte Hormone, so genannte GnRH-Analoga, künstlich in die Wechseljahre zu versetzten. Diese Hormone werden in Form von Spritzen unter die Haut verabreicht und hemmen die Hormonproduktion der Eierstöcke. Da Myome hormonabhängig wachsen, fehlt ihnen so der Anreiz, weiter zu wachsen. Kurzfristig kann man sogar ein Schrumpfen der Myome beobachten. Während der Behandlung setzten die Periode und die mit ihr verbundenen Beschwerden genau wie in den "richtigen" Wechseljahren aus.

Embolisation

Seit einigen Jahren wird in bestimmten Zentren auch im AKH-Linz ein weiteres Behandlungsverfahren durchgeführt, die so genannte Myom-Embolisation. Bei dieser Methode wird die Blutzufuhr der Myome unterbunden. Die Unterbindung der Blutgefäße erfolgt unter Röntgenkontrolle in örtlicher Betäubung. Über einen kleinen Schnitt in beiden Leisten wird jeweils ein Katheter zu den die Gebärmutter versorgenden Blutgefäßen vorgeschoben. Diese werden dann mit einem bestimmten Kunststoff undurchgängig gemacht. Nachfolgend schrumpft das Myom innerhalb von Wochen und Monaten, und die Beschwerden verschwinden. Während der Behandlung und in den folgenden Tagen können jedoch Schmerzen auftreten, die eine Einnahme von Schmerzmitteln erfordern. Da bei dieser Methode in seltenen Fällen auch die Blutversorgung der Eierstöcke beeinträchtigt wird, sodass diese keine oder nicht mehr ausreichend Hormone produzieren, führt man die Methode nur bei Frauen über 40 Jahre mit abgeschlossener Familienplanung durch.

Operative Behandlung

Befinden sich die Geschwülste an der Oberfläche unter dem Bauchfellüberzug (subserös), dann können sie mit einer Bauchspiegelung als minimal invasivem Eingriff ausgeschält werden.
Liegen sie in der Gebärmutterwand, dann bietet sich ein neues Verfahren, die Embolisation, an, um die Myome zu verkleinern.
Wenn jedoch die Myome sehr zahlreich sind und wachsen und Beschwerden verursachen, kann die Entfernung der Gebärmutter vernünftig sein. Die Eierstöcke bleiben dabei erhalten. Abhängig von der Größe der Myome kann dies durch die Scheide erfolgen (vaginale Hysterektomie) oder mit einem Bauchschnitt (abdominale Hysterektomie). Bei sehr großen Myomen kommt die minimal invasive Chirurgie an ihre Grenzen.

Myome während der Schwangerschaft

Während einer Schwangerschaft können Myome unter dem Einfluss des Schwangerschaftshormons stark wachsen. Sie erhöhen das Risiko einer Fehlgeburt und können während der Schwangerschaft zu vorzeitigen Wehen führen. Je nach Lage und Größe eines Myoms kann eine Kaiserschnittentbindung notwendig sein.