Was ist Kolposkopie?

Die Kolposkopie ist eine Vorsorgeuntersuchung, bei der die Scheide und vor allem der Muttermund mit einem Kolpo-Mikroskop (bis zu 40-facher Vergrößerung) betrachtet wird. Mit der Methode können Veränderungen am Muttermund und an der Gebärmutterhals-Schleimhaut festgestellt werden. Sie dient damit  der Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses (Zervixkarzinom).

Wie wird die Kolposkopie durchgeführt?

Es wird ein Instrument (Spekulum) zum Entfalten der Scheidenwände, in die Scheide eingeführt. Das Kolposkop wird vor der Scheide positioniert und nicht  eingeführt. Nun ist die genaue Betrachtung der Scheide und des Muttermunds möglich. Anschließend wird die Schleimhaut des Gebärmutterhalses mit Essigsäure und dann mit Jodlösung betupft. Normalerweise breitet sich das Jod in den Schleimhautzellen aus und färbt diese braun. Bei krankhaft veränderten Schleimhautzellen, wie z.B. bei einer bösartigen Veränderung oder einer Vorstufe des Gebärmutterhalskrebses, bleibt die Braunfärbung aus. Diesen Bereich bezeichnet man als jodnegativen Bezirk.

Behandlung der auffälligen Befunde!

Werden Auffälligkeiten, die den Verdacht auf eine bösartige Veränderung des Muttermunds ergeben, bemerkt, so werden gezielt zytologische Untersuchung durchgeführt und gegebenenfalls eine Probe von diesem Bereich entnommen. Anstelle einer Probeentnahme kann bei auffälligen Abstrichbefunden auch eine Konisation, die bei lokal begrenzten Befunden gleichzeitig die Therapie darstellen kann, notwendig sein. Dabei wird ein kegelförmiges Gewebestück aus dem Gebärmutterhals entnommen.
Die Konisation wird von mir fast immer mit einer elektrischen Schlinge (LLETZ-Konisation) durchgeführt. Im Gegensatz zur scharfen Konisation mit dem Skalpell, ist die LLETZ-Konisation die schonendere Methode.

Kolposkopiebilder