Mutter-Kind Pass

Der Mutter-Kind-Pass dient der Dokumentation der gesundheitlichen Vorsorge für schwangere Frauen und deren Kind/er. Die im Rahmen des Mutter-Kind-Pass- Programms vorgesehenen Untersuchungen stellen eine Gelegenheit zur Früherkennung gesundheitlicher Risken, der rechtzeitigen Behandlung von Erkrankungen, sowie zur Kontrolle des Entwicklungsstandes des Kindes dar. Im Wesentlichen wird jede Mutter nach Anämie, Entzündungen wie, Hepatitis, Toxoplasmose,Röteln untersucht. Der Harn, der Blutdruck und das Gewicht wird bei jeder Mutter-Kind-Pass Untersuchung kontrolliert. Somit können Erkrankungen wie Schwangerschaftvergiftung (Gestose) oder Schwangerschaftzucker rechtzeitig diagnostiziert werden. Auch die Diagnostik einer eventuellen Blutgruppenunverträglichkeit, die sekundär zur Anämie des Kindes führen kann, wird durchgeführt.

Im Rahmen der Mu-Ki Pass Untersuchungen werden 3 Ultraschalluntersuchungen (18-20.SSW und 30.-32.SSW)-durchgeführt. Ausser dieser Untersuchungen ist immer ein Frühultraschall in der 12.-14.SSW zur Bestimmung der Nackendicke notwendig. Der Frühultraschall ist für die exakte Geburtsterminbestimmung von Bedeutung. Bei rechnerischer Bestimmung des Geburtstermins wird immer vom ersten Tag der letzten Regel ausgegangen. Entscheident ist jedoch die Ovulation bzw. die Konzeption, die in verschiedenen Zyklustagen ( meistens 12.-18.Zyklustag) stattfinden kann.

Bei der  Ultraschalluntersuchung in der 18.20.SSW werden hauptsächlich die kindlichen Organe d.h. die kindliche Anatomie, inklusive das fetale Herz, untersucht. In der 30-32.SSW wird in erster Linie das Wachstum des Kindes kontolliert.

Zusammen mit den vorgesehenen 5 Schwangerenuntersuchungen bildet die Durchführung der Kindesuntersuchung bis zum 14. Lebensmonat die Grundlage für den Anspruch auf Weitergewährung des Kinderbetreuungsgeldes in voller Höhe ab dem 21. Lebensmonat. Der Mutter-Kind-Pass wird jeder schwangeren Frau am Anfang der Schwangerschaft vom Frauenarzt ausgehändigt. Er gibt einen schnellen und präzisen Überblick über alle wichtigen Daten und Ergebnisse der Schwangerschaft, der Geburt und der Entwicklung des Kindes. In der Schwangerschaft sollte der Mutter-Kind-Pass daher immer mitgeführt werden und zu den Vorsorgeuntersuchungen mitgebracht werden. Im Notfall gibt er schnell und übersichtlich Auskunft.

Für den Bezug des vollen Kinderbetreuungsgeldes müssen alle vorgeschriebenen zehn Mutter-Kind-Pass- Untersuchungen (fünf der Schwangeren und fünf des Kindes) durchgeführt und bis zum Ende des 18. Lebensmonats des Kindes nachgewiesen werden. Fehlt dieser Nachweis, reduziert sich das Kinderbetreuungsgeld ab dem 21. Lebensmonat des Kindes um die Hälfte. Die medizinischen Untersuchungen sind bis kurz nach dem fünften Geburtstag des Kindes vorgesehen und empfohlen, jedoch ist die Auszahlung des Kinderbetreuungsgeldes nicht mehr an diese gekoppelt.